UNESCO Weltkulturerbe Insel Reichenau

Die (frühere) Klosterinsel Reichenau im Bodensee wurde von der UNESCO im Jahr 2000 in die Welterbeliste aufgenommen. Als Kulturlandschaft legt sie ein herausragendes Zeugnis von der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter ab. Die gut erhaltenen Kirchen der Insel bieten anschauliche Beispiele der klösterlichen Architektur vom 9. bis 11. Jahrhundert, die sorgfältig restaurierten Wandmalerein zeigen die Reichenau als künstlerisches Zentrum mit großer Bedeutung für die europäische Kunstgeschichte des 10. und 11. Jahrhunderts. 

Die ehemalige Benediktinerabtei Reichenau, 724 durch Wanderbischof Pirmin gegründet, entwickelte sich als unmittelbares Reichskloster zwischen 800 und 1100 zu einem der geistigen und kulturellen Zentren des heiligen römischen Reiches. Lehrer von Rang unterrichteten an der berühmten Klosterschule, aus der hervorragende Persönlichkeiten hervorgingen. Berühmt waren ferner die Klosterbibliothek, die "Reichenauer Malerschule" (Buch- und Wandmalerei) und die Goldschmiedekunst. Nach den goldenen Jahren der karolingischottonischen Epoche verlor das Kloster im ausgehenden Mittelalter nach und nach an Bedeutung. 1540 wurde es durch das Hochstift Konstanz inkorporiert und in ein Priorat umgewandelt und 1757 durch Papst Benedikt XIV. aufgehoben.

Seit September 2001 gibt es wieder Benediktiner auf der Reichenau.
Zunächst galt dieser erste Versuch, benediktinisches Leben auf der Insel wieder entstehen zu lassen, als ein Projekt für drei Jahre. Durch die positive Resonanz vieler Menschen wurde die Cella St. Benedikt am 13. Juni 2004 offiziell als abhängiges Haus der Erzabtei Beuron errichtet und ist somit in die Ordensstruktur der benediktinischen Konföderation eingebunden. Es können nun auch Kandidaten, die sich für das benediktinische Ordensleben interessieren, in die Cella aufgenommen werden. Die Mönche wohnen im Pfarrhaus St. Peter und Paul in Reichenau-Niederzell.

Ausführliche Informationen zur Reichenau finden Sie hier.

 

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Das Weltkulturerbe Insel Reichenau entdecken

Schon der Wanderbischof Pirmin wusste, warum er im Jahre 724 ausgerechnet auf der damals noch unwirtlichen Insel im Untersee sein Lager aufschlug und ein Kloster gründete. Noch heute zeugen die beeindruckenden, unter UNESCO-Schutz stehenden Kirchen von dieser "Wiege abendländischer Kultur". In drei Museen kann man sich umfassend über die bedeutende Geschichte der Klosterinsel informieren. Bekannt ist die zu einem großen Teil unter Natur- und Landschaftsschutz stehende Bodenseeinsel dank ihres milden Klimas auch für frisches Gemüse, Salate, Wein und Fisch. Beim Erlebnisradeln auf der Insel mit ihrem dichten Wegenetz kann man alle Vorzüge der Reichenau kennen lernen.

Ausführliche Info: Tourist-Information Reichenau, Tel: +49 (0)7534-92070, www.reichenau.de

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