Hortense de Beauharnais, Stieftochter und Schwägerin Kaiser Napoleons I. verbrachte zusammen mit ihrem Sohn Louis Napoléon, dem späteren Kaiser Napoleon III. die Jahre 1815 bis 1837 am Bodensee, in Augsburg, Genf und Rom. Ihr bevorzugter Hauptwohnsitz war dabei ohne Zweifel das hoch über dem Untersee gelegene Thurgauer Schloss Arenenberg, auf dem sie im Oktober 1837 auch starb. Neben ihrer Rolle als Mutter und Politikerin verstand sich die Königin als Muse der schönen Künste und war bestrebt, nach dem Vorbild der berühmten Pariser Salons ihrer Mutter, Kaiserin Joséphine, ein internationales gesellschaftliches Leben am Bodensee zu etablieren. Es gelang der Monarchin, viele bedeutende Wissenschaftler, Politiker, Militärs und Künstler an den Bodensee zu ziehen, unter anderem die Schriftsteller Chateaubriand, Dumas, Delavigne, Buchon. Die Kunstliebhaberin Hortense sammelte viele Kunstwerke, die nicht nur die Besucher von einst beeindruckten und heute im Napoleonmuseum wieder sichtbar sind.