Die Inselbesucher können sich im MUSEUM REICHENAU in drei neuen Museumseinheiten über die herausragende kulturhistorische Bedeutung der Reichenau informieren. Gemeinsam mit den drei romanischen Kirchen bilden die insgesamt nun vier Museumsgebäude, die sich in unmittelbarer Nähe dazu befinden, ein "Informationsnetzwerk" zum Weltkulturerbe "Klosterinsel Reichenau". Auf diese Weise kann die gesamte Insel Reichenau als Kulturlandschaft erlebt werden; die Eindrücke der verschiedenen musealen Statonen der Entdeckungstour über die Insel Reichenau ergänzen sich mit der Besichtigung der historischen Bauwerke zu einem Verständnis des "Geistes der Reichenau".
Geradezu ins Mittelalter abtauchen kann man im größten der neuen Museumsgebäude beim bestehenden Museums im "Alten Rathaus". Zu den präsentierten Ausstellungsthemen gehören u.a. die Baugeschichte des Münsters St. Maria und Markus und des Klosters, die Dichtungen des Mönchs Walahfrid Strabo, der auf der Reichenau entstandene so genannte St. Galler Klosterplan, das Wirken des wissenschaftlich tätigen Mönchs Hermann des Lahmen und die Reliquienverehrung. Einen Schwerpunkt bildet die Darstellung der Reichenau Buchmalerei.
Die kleinen Museumsgebäude bei St. Georg und St. Peter und Paul erläutern die Gründung und die Baugeschichte der jeweiligen Kirche. Auch die berühmten Wandmalereien der St. Georgskirche oder Thema Gebetsverbrüderungen werden thematisiert.
Im historischen "Alten Rathaus", einem der ältesten Fachwerkhäuser Süddeutschlands (12./15. Jh.) wird die Reichenauer Bürgergeschichte dargestellt.
SONDERAUSSTELLUNG von April - Oktober 2010
Oswald Poetzelberger
"Welten und Träume"
Gemälde voller rätselhafter Geschichten
Poetzelbergers Bilder enthalten zahlreiche potentielle Geschichten, die sich aus den Bildern herauslesen, in sie hinein projizieren oder zu ihnen erfinden lassen. Das unterscheidet sie von den allermeisten Reichenauer Malern. Bei Robert Poetzelberger, dem Vater, oder Heinrich Lotter oder Bernhard Schneider-Blumberg sind in erster Linie Stimmungen festgehalten. Zu diesen Bildern lassen sich keine Geschichten erfinden. Ganz anders bei Oswald Poetzelberger. In diesen Bildern steckt unter der sichtbaren Oberfläche immer eine Geschichte, ein Symbol, eine philosophische Aussage oder eine zu entschlüsselnde Botschaft an den Betrachter.
Die Vielfalt der möglichen Geschichten realer oder träumerischer Welten wollen wir mit Hilfe eines Wettbewerbs ans Licht bringen. In zwei Alterstufen (Erwachsene bzw. Jugendliche/eingeschränkt Kinder) können sich Besucher mit von ihnen geschriebenen Geschichten an dem Wettbewerb beteiligen.
Die Formen der Geschichten sind gänzlich offen. Es können Geschichten in verschiedensten Formen sein, es können Prosatexte in jeglicher Form sein. Es könnten auch Comics oder Rap-Formen sein.
Die Prämierung und der Vortrag der Ergebnisse würde im Rahmen des Museumsfestes am 03.10.2010 erfolgen.